Ernährung beginnt beim Einkaufen ... oder doch nicht!?

5 Tipps wie Du Deinen Einkauf entspannt managen kannst... mit Berufsalltag, Kindern und Haushalt

Autor: Doreen Vogt

Essens-ziell

Ernährung beginnt nicht erst auf dem Teller oder beim Kauen, nein Ernährung ist so viel mehr, denn es ist etwas „essenzielles“, etwas für das Du dich entscheidest. Das Du aktiv beeinflussen kannst und mit dem du Deinen Körper viel Wertschätzung schenkst oder eben nicht!

 

Nun also stehst Du im Supermarkt und überlegst…

Nein… das sollte in jedem Fall schon vorher passiert sein:

 

Tipp Nr. 1 Du brauchst einen Wochenplan

Wozu brauche ich einen Wochenplan, was soll es für dich (und die Familie) zum Essen geben? Es ist immer besser einen Plan zu haben und vorab genau zu wissen, was es gibt, als sich jeden Tag auf das Abendteuer einzulassen mal zu schauen was noch so da ist. Dies kann unter Umständen eben auch richtig teuer werden. Weil Du unvorbereitet einkaufen gehst, möglicherweise zu viel in den Warenkorb legst....

Schreib dir immer am besten 1-2 Tage bevor du deinen Wochen Einkauf erledigst auf was es geben soll. Hast du Rezepte zur Hand oder im Kopf. Falls Du Rezepte benötigst speichere sie Dir auf deinem Smartphone ab oder druck sie aus!

Tipp Nr.  2 die Einkaufsliste

Schreib unbedingt eine Einkaufsliste!

Nichts ist schlimmer als planlos durch den Markt zu stolpern und wahllos Utensilien in den Einkaufskorb zu packen, die du vielleicht gar nicht brauchst und dann am Ende des Einkaufs fehlen dir Zutaten und das andere benötigst Du schlicht nicht!

Dies ist übrigens einer der Fehler den Menschen machen und weshalb in Deutschland pro Jahr 7,2 Mio. Tonnen Lebensmittel durch private Haushalte entsorgt werden!

Dies kann und sollte unbedingt vermieden werden!

Schreib die Liste so wie Du durch den Markt gehst, Visualisiere wo die Dinge stehen und schreib sie in dieser Reihenfolge auf! So kommst du nicht in Versuchung, musst nicht ewig suchen und kannst auch nichts vergessen, weil du kreuz und quer durch den Markt rennst. Dies macht finanziell als auch ökologisch Sinn!

Wofür entscheidest Du dich? Natürlich für die Wertschätzung …

Du hast also die Entscheidung getroffen Dich gesund, wertschätzend und bewusst zu ernähren!

Das bedeutet übrigens nicht sich zu geißeln und auf alles was schmeckt zu verzichten, nein es bedeutet vielmehr: Sich mit Deiner Gesundheit und Wohlbefinden zu beschäftigen. Welche Nahrung braucht mein Körper was ist Genuss und was Völlerei. Du darfst Dir ruhigen Gewissens auch mal etwas gönnen, nur sollte dafür eben eine bewusste Entscheidung getroffen werden.

 

Nun hast Du ordentlich geplant und umgesetzt was kommt nun? 

Für eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist es wichtig, dass nun die richtigen Lebensmittel in deinem Kühlschrank landenEin gesunder Einkauf ist auch und vor allem ein zentraler Baustein, wenn Du Deine Ernährung langfristig umstellen möchtest.

Wenn Du genau jetzt einen Blick in Deinen Kühlschrank wirfst, was wirst Du dort vorfinden? Sind es eher gesunde Lebensmittel, wie frisches Obst und Gemüse, frischer Fisch, Fleisch und Milchprodukte oder doch eher mehrheitlich Dinge wie Marmelade, Pudding, Mi+++++tte und Wurstwaren? Oder noch schlimmer, ist in deinem Kühlschrank womöglich gähnende Leere vorzufinden

Wie sieht es beim Blick in Deinen Vorratsschrank aus? Liegen dort ausreichend und die richtigen Lebensmittel für Die Ernährung, die Du für dich umsetzen möchtest?

Der Inhalt Deines Kühl- und Vorratsschrankes spielt eine entscheidende Rolle, wenn Du Dich gesund ernähren möchtest. Du solltest auf jeden Fall darauf achten, schon gesund einkaufen zu gehen. Eine gute Planung ist hierbei äußerst hilfreich und das A & O.

 

Tipp Nr. 3

Lebensmittel austauschen

Hast du bereits gecheckt welche Lebensmittel die Du üblicherweise isst oder in deinen Rezepten vorkommen? Hast Du schon mal probiert „ungesund“ bzw.  „ungünstig“ gegen „besser“, „weniger“ oder „Qualität“ auszutauschen?

Versuch es unbedingt mal! Probiere neues aus!

Sahne kann z.B. gut gegen Frischkäse mit Wasser getauscht werden!

Du wirst sehen Du hast neue und andere und vielleicht auch bessere Geschmackserlebnisse!

 

Tipp Nr. 4

Kaufe unbedingt viele frische Lebensmittel wie Obst, Gemüse, gesunde Fette Mageres Fleisch, Fisch und natürlich auch Kohlenhydrate wie Brot, Naturreis, Quinoa Vollkornnudeln. Denn für eine gesunde Ernährung braucht es viele Nährstoffe, die vorwiegend in frischen Lebensmitteln zu finden sind! Achte auf Nachhaltigkeit und Qualität. Denn hier sind noch ausreichen Nährstoffe enthalten!

Vermeide Fertiggerichte, den die haben meist viele Zutaten, sind zu Salzig oder gezuckert, mit Geschmacksverstärker. Des weiteren werden in Fertiggerichten meist Fette mit einem ungünstigen Fettsäuremuster eingesetzt. Zum Beispiel Sonnenblumenöl oder Palmfett, diese sind billiger und massenweise verfügbar. Sie können nicht nur auf Dauer deinem Körper schaden, sondern sind auch nicht besonders Umweltverträglich!

Aber gönne Dir auch das ein oder andere wie z.B. dunkle Schokolade oder auch mal deine Lieblingspralinen.

 Die Frage nach wo kaufe ich denn nun am besten ein?

Am allerbesten für unseren Körper sind biologisch erzeugte Lebensmittel und seitdem sie es in die Regale von Discountern und somit die breite Masse erreicht haben sind sie auch bezahlbarer geworden.

 

  • Warum Biologisch erzeugte Nahrungsmittel besser für unsere Gesundheit sind

Biologisch erzeugte Produkte müssen ohne Zusätze auskommen, also weniger Chemie und keine Gentechnik.

Die Produzenten der Bio-Lebensmittel sind per EG-Öko-Verordnung dazu verpflichtet, auf den Einsatz von Gentechnik zu verzichten.

Es ist nur eine zufällige Vermischung von 0,9 Prozent mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) bei Bio-Lebensmitteln zulässig.

Der Verzicht auf Gentechnik gilt übrigens nicht nur für die Herstellung von Obst und Gemüse, sondern auch für die Erzeugung von tierischen Lebensmitteln: Das Bio-Siegel auf tierischen Produkten gibt an, dass die Tiere nicht mit gentechnisch verändertem Futter versorgt worden sind. In Ausnahmefällen sind jedoch gentechnisch veränderte Mikroorganismen zur Herstellung von Zusatzstoffen, Enzymen und Tierarzneimitteln erlaubt.

 

  • besserer Geschmack

Da keine Wachstumsbeschleuniger verwendet werden dürfen, hat die Pflanze in aller Regel, die Zeit in Ruhe zu wachsen. Hier können sich alle Geschmacksstoffe in Ruhe ausbilden und schmeckt nicht "verwässert".

  • Ein weiterer Grund ist die bessere Fettsäuremuster in tierischen Produkten

Bei Milchprodukten wurde nachgewiesen das Bio-Heumilch ein günstigeres Fettsäuremuster aufweist (mehr Omega3).

Einfach erklärt verhält es sich so: Die Kuh wurde artgerecht gehalten und konnte viel mehr frisches Gras fressen. Das bedeutet nicht nur das Futter, sondern auch eine Haltung mit viel weniger Stress wirkt sich letztendlich positiv auf das Endprodukt, in diesem Fall Milch aus.

  • Natur & Schutz

Ökolandbau hilft unserem Erdboden außerdem resistenter gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu sein. Organischer Boden ist generell sowohl gegenüber Dürre als auch gegenüber Überschwemmungen widerstandsfähiger. Letzten Endes ist Erdboden keine erneuerbare Ressource; daher sollten wir schützen, was wir haben.

  • Unterstützung unserer Bauern und Fairer Handel

Bio-Produkte sind zwar noch teurer als herkömmliche Produkte. Grund ist neben den arbeits- und zweitaufwändigeren Anbaumethoden der Öko-Landwirtschaft oft auch der Gedanke, dass mit Bio gerechte Preise und Löhne einhergehen sollten.

Aber ist nun BIO immer besser?

An dieser Stelle möchte ich einmal betonen, das Bio nicht vor einer ungünstigen Zusammenstellung schützt. Auch BIO-Fertigprodukte können durch Ihre Zusammensetzung ungünstig auf die Gesundheit wirken.

Tipp Nr. 5

Unbedingt der Zutatenliste und den Nährwertangaben Beachtung schenken!

Nur weil vorne gesund draufsteht ist, es leider noch lange nicht gesund. Hier ein Beispiel - hier ist Sonnenblumenöl enthalten. Warum Sonnenblumenöl keine besonders gutes Fett ist liegt schlicht an seinem Fettsäuremuster.

Die Zutatenliste ist chronologisch nach enthaltener Menge geordnet. Beispiel: Steht als erstes Zucker auf der Liste ist dies auch der Hauptbestandteil des Produktes.

Besonders der Nutriescore soll hier Verbrauchern eine Hilfestellung sein, jedoch hat sich seit dessen Einführung immer wieder herausgestellt, dass allein auf das Label kein Verlass ist.

 

Viel Spaß und Erfolg bei der Umsetzung! Hast Du Fragen? Gern hier im Blog!

Deine Doro

 

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